A1 Slowenien: eine Conversion-Steigerung um 35 % durch einen schrittweisen, mobiloptimierten Liferay-DXP-Trichter
A1 Slowenien ist einer der führenden Telekommunikationsanbieter Sloweniens und bietet Privat- und Geschäftskunden Mobilfunk-, Festnetz- und OTT-Dienste sowie entsprechende Produkte an. Einer der zentralen Vertriebsprozesse des Kunden ist der Online-Kaufprozess für Mobiltelefone. Die Komplexität der bisherigen Produktseite erschwerte jedoch den Kauf: Zu viele Optionen erschienen gleichzeitig, und die Nutzer verstanden nicht genau, was online verfügbar war, was nur im Geschäft erhältlich war und warum bestimmte Artikel nicht bestellbar waren.
Im Einklang mit der erwarteten Time-to-Market und dem verfügbaren finanziellen Rahmen führten wir eine heuristische Analyse durch, mit der wir die geschäftliche Kommunikation klären und beschleunigen konnten. Wir analysierten nicht nur Best Practices der Branche, sondern auch relevante Lösungen aus anderen Branchen und integrierten auf dieser Basis neue Ansätze in den neuen Prozess.
Technischer Hintergrund: Liferay als digitale Experience-Plattform
Das Projekt basierte auf Liferay DXP, einer flexiblen und skalierbaren digitalen Plattform, die den Erfolg des Projekts durch folgende zentrale Eigenschaften sicherstellte:
- Robustes Content-Management: Liferay DXP ermöglicht die einfache und effiziente Verwaltung komplexer Inhalte und gewährleistet inhaltliche Konsistenz sowie sofortige Aktualisierungen.
- Anpassbare Komponenten: Die modulare Struktur der Plattform ermöglichte die Anpassung des Systems an die spezifischen Anforderungen von A1 Slowenien und sorgte für eine flexible, skalierbare Nutzererfahrung.
- Integration mit verschiedenen Systemen: Die leistungsstarken Integrationsfähigkeiten von Liferay DXP ermöglichen eine nahtlose Anbindung der Geschäftslogik an andere Systeme und sichern damit Prozesseffizienz und einen kontinuierlichen Datenfluss.
- Mobiloptimierte Nutzererfahrung: Für A1 Slowenien war eine mobiloptimierte Nutzererfahrung entscheidend, da Kunden ihre Anliegen überwiegend über mobile Geräte erledigen. Die native mobile Optimierung von Liferay DXP ermöglichte es uns, die Kaufprozesse effizient und benutzerfreundlich für A1 Slowenien umzusetzen.
Methodischer Hintergrund: Worauf legen wir beim UX-Design eines produktbasierten Trichters Wert?
Ein komplexer, produktbasierter Verkaufstrichter - insbesondere wenn er mehrere Kaufwege, Preismodelle und Bestandsverwaltungslogiken enthält - erfordert gezielte UX-Aufmerksamkeit. In solchen Fällen sind die wichtigsten Ziele:
- Klarheit: Der Kunde weiß genau, was er wählen kann und unter welchen Bedingungen die jeweiligen Optionen verfügbar sind.
- Schrittweise Führung: eine Bildschirmstruktur, die auf Entscheidungen aufbaut, statt alle Optionen gleichzeitig zu präsentieren.
- Kontinuierliches Feedback: Die gewählte Konfiguration und der Preis sollten stets sichtbar bleiben, was Vertrauen schafft und Unsicherheit reduziert.
- Klare Kommunikation kanalspezifischer Unterschiede: Ist ein Produkt nur im Geschäft erhältlich, darf dies nicht irreführend oder verwirrend dargestellt werden.
Diese Struktur reduziert nicht nur die kognitive Belastung, sondern minimiert auch den Abbruch bei jedem Schritt des Trichters und steigert dadurch die Gesamtkonversionsrate.
Die neue Struktur des Kauftrichters, Schritt für Schritt
Schritt 1 - Auswahl der Gerätekonfiguration: Der Kunde muss zunächst die Speicherkapazität auswählen. Für eine korrekte Information und zur Steigerung der Konversion wurden die online verfügbaren Speicherversionen mit entsprechenden Kennzeichnungen versehen. Nach der Auswahl der Speicherkapazität erscheint die Liste der online und im Geschäft verfügbaren Farbvarianten sowie die Liste der bestehenden, aber aktuell nicht verfügbaren Farben, ebenfalls gekennzeichnet.
Schritt 2 - Kaufart: Der Nutzer kann über einen Schalter wählen, ob er das Gerät mit oder ohne Abonnement erwerben möchte. Bei Wahl eines Abonnements erscheint die Auswahl zwischen Einmalzahlung (mit Rabatt, sofern verfügbar) oder Ratenzahlung, wobei bei Letzterer die Struktur im Detail dargestellt wird: Anzahlung, monatliche Gebühr, Laufzeit.
Schritt 3 - Tarifauswahl: Entscheidet sich der Kunde für ein Abonnement, kann er aus individuellen Paketangeboten wählen, jeweils mit detaillierter Kosten- und Leistungsübersicht.
Schritt 4 - Bestellübersicht: Ein Übersichtspanel ist durchgehend am Bildschirmrand sichtbar (bzw. auf Mobilgeräten in fester unterer Position) und zeigt die gewählte Gerätekonfiguration, den zu zahlenden Betrag sowie die Paketgebühr, sofern vorhanden.
Schritt 5 - Abschlussübersicht: Bei online verfügbaren Produkten erscheint die Schaltfläche "In den Warenkorb", bei ausschließlich im Geschäft verfügbaren Produkten eine Filialliste, bei nicht vorrätigen Artikeln die Möglichkeit, eine Benachrichtigung anzufordern.
Primärer Fokus: Optimierung der mobilen Ansicht
Bei der Neugestaltung des Trichters legten wir besonderen Wert auf die mobile Nutzbarkeit, da auf den meisten E-Commerce-Plattformen - insbesondere im B2C-Segment - ein erheblicher Teil der Besucher den Kaufprozess über mobile Geräte beginnt. Auch wenn dieser Anteil je nach Kunde variiert, kann laut Marktstatistiken bis zu 65-80 % des Traffics eines Online-Shops von mobilen Geräten stammen - die mobile Ansicht ist damit nicht zweitrangig, sondern strategisch von zentraler Bedeutung.
Entsprechend wurde der gesamte Trichter für mobiloptimierte Interaktionen konzipiert; die schrittweise Entscheidungsstruktur hilft, überladene mobile Oberflächen zu vermeiden, und die Bestellübersicht bleibt auch auf Mobilgeräten in fester Position sichtbar, damit der Nutzer kontinuierliches Feedback erhält.
Ergebnisse in Zahlen
Zwischen dem 1. Januar und dem 31. Mai 2025 verzeichnete A1 Slowenien im Vergleich zum bisherigen Trichter deutliche Verbesserungen:
- Die Konversionsrate von der Sitzung bis zum "In den Warenkorb" stieg um 35 %.
- Die Transaktions-Konversionsrate verbesserte sich um 16 %.
Diese Ergebnisse zeigen eindeutig, welchen Einfluss ein gut strukturierter, nutzerzentrierter Produkttrichter auf die Geschäftsleistung hat.
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